Welcome to the World of Radio Row

Seit 2008 arbeiten Romy Albrecht und Wolfgang Horn unter dem Namen Radio Row. Von der Konzeption über die Sprach- und Klangaufnahmen bis hin zur finalen Abmischung der Projekte werden alle künstlerischen und technischen Aufgaben von ihnen selbst ausgeführt. Radio Row verzichtet bewusst auf ausgebildete Sprecher und fremde Textvorlagen. Akustisch-assoziativ werden die einzelnen Elemente nach dem Prinzip Collage miteinander verbunden. Nicht selten werden die Arbeiten durch Zufallsverfahren und Automatismen geleitet, selbstreferenziell stellen sie den Produktionsprozess aus.

 

Durch selbstauferlegte Restriktionen oder Spielregeln wird die Produktion zum performativen Vollzug, der in das Endprodukt Hörspiel hinübergerettet werden soll, um ihn so dem Publikum zugänglich zu machen. Prozessualität wird in eine feste Form gegossen, Flüchtiges wird eingefangen. Beeinflusst durch popkulturelle Ästhetiken und im Rückgriff auf die Hörspielgeschichte entstehen Tondokumente, die frei von Narration und Repräsentation Hören/Denken/Sprechen thematisieren.

 

So wie man in der New Yorker Radio Row in der Lower West Side von Manhattan von 1921-1966 die grundlegend notwendigen Materialien zum Radioempfang erwerben konnte, so beschäftigen sich die Soundperformer von Radio Row mit den grundlegenden Komponenten der akustischen Kunst.

 

Fotos: © Stephanie Boniberger